Welche Voraussetzungen muss man für einen Kredit erfüllen?

Kredite werden an eine Vielzahl von Bedingungen geknüpft. Sie haben allesamt eines gemeinsam: Sie sollen gewährleisten, dass ein Darlehen ordnungsgemäß zurückgezahlt werden kann. Das ist nicht nur im Sinne der Banken, sondern auch der Kunden. Sie werden davor bewahrt, Kredite aufzunehmen, die sie sich möglicherweise gar nicht leisten können. Auf der anderen Seite sorgt eine niedrige Ausfallquote dafür, dass die Kosten für Kredite weitgehend stabil bleiben. Davon profitieren alle. Unser Vergleich zu Ratenkrediten zeigt die derzeit günstigsten Anbieter – sortiert nach effektivem Jahreszinssatz. Diesen Vergleich sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Strenge Richtlinien

Banken achten sehr genau darauf, dass die Voraussetzungen für die Kreditvergabe erfüllt werden. Diese Bedingungen, die in den vergangenen Jahren immer strenger geworden sind, setzen sich aus persönlichen und wirtschaftlichen Faktoren zusammen. Normalerweise gilt dabei: Stimmt eines der Kriterien nicht mit den Vorgaben überein, wird ein Kredit abgelehnt. Allerdings lassen sich einige „Mängel“ auch ausbügeln, indem zum Beispiel ein Bürge oder andere Sicherheiten gestellt werden. Inwieweit ein solcher Schritt die Kreditentscheidung einer Bank beeinflusst, hängt von den individuellen Umständen ab. Denn in einigen Punkten kennen Kreditinstitute kein Pardon, das gilt insbesondere für die persönliche Bonität.

Schufa und Einkommen

Grundvoraussetzung für die Kreditaufnahme ist daher eine „saubere“ Schufa-Akte. Das heißt, es darf kein negativer Eintrag vorhanden sein. Für Banken ist ein solches Negativmerkmal ein Zeichen dafür, dass der Antragsteller schon einmal finanzielle Probleme hatte, und stellt damit ein Ausschlusskriterium dar. Als Alternative bleibt in einem solchen Fall nur ein sogenannter Kredit ohne Schufa. Dafür muss allerdings ein ausreichend hohes Einkommen nachgewiesen werden. Das gilt auch bei jedem anderen regulären Kredit, damit die Raten bedient werden können. Verlangt wird zudem ein dauerhaftes und sicheres Einkommen. Dadurch bleiben Interessenten, die sich noch in der Probezeit befinden oder über eine Zeitarbeitsfirma beschäftigt sind, häufig außen vor. In der Regel muss das aktuelle Arbeitsverhältnis seit mindestens sechs Monaten bestehen, die Probezeit beendet sein und ein fester Arbeitsvertrag vorliegen. Selbstständige und Freiberufler haben es diesbezüglich deutlich schwerer. Sie müssen zum Beispiel anhand von Bilanzen oder Steuermitteilungen nachweisen, dass sie genug verdienen, um den Kredit zurückzahlen zu können.

Sicherheiten

In einigen Fällen verlangen Banken auch Sicherheiten, ehe sie einen Kredit vergeben. Geht es um einen Kleinkredit, ist das eher selten der Fall, bei Immobilienfinanzierungen hingegen fast schon die Regel. Als Sicherheit kommt dann unter anderem ein Grundbucheintrag infrage. Häufig werden auch Lebensversicherungen als Sicherheit hinterlegt oder die Bank pocht auf den Abschluss einer Restschuldversicherung. Blieben auch bei diesen Maßnahmen Zweifel an der Kreditwürdigkeit, hilft meistens nur ein Bürge.

Alter und Wohnsitz

Einen solchen – wenn auch eng begrenzten – Spielraum lassen Banken in anderen Bereichen nur selten oder gar nicht zu. Diese Null-Toleranz-Politik greift zum Beispiel beim Wohnort. Bei deutschen Banken muss der Kunde einen festen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland nachweisen. Ausnahmen werden hier nicht gemacht. Beim Alter des Kunden ist das schon eher möglich. Nach unten hin gilt, der Antragsteller muss volljährig sein, es sei denn es unterschreibt auch ein Elternteil oder Vormund den Vertrag, vorausgesetzt, die Kreditwürdigkeit stimmt. Nach oben hin ziehen Kreditinstitute eine imaginäre Linie bei etwa 65 Jahren. Für Antragsteller, die älter sind, wird es relativ schwer, einen Kredit zu erhalten. Hier kann dann eine Sicherheit wie zum Beispiel eine Restschuldversicherung ausschlaggebend sein.